Implantologie und ihre Geschichte

Die Implantologie blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon in der Zeit vor Christus hatten die Menschen den Wunsch, verloren gegangene Zähne zu ersetzen. Mit viel Einfallsreichtum entwickelten sie dabei die unterschiedlichsten Techniken, um Zahnlücken zu schließen. In der Anfangszeit wurden die Ersatzzähne nur an den Nachbarzähnen mit Hilfe von Metallstreifen befestigt. Dabei wurden auch Zähne von getöteten Tieren zum Schließen der Zahnlücke verwendet. In der Zeit um 4000 vor Christus waren die Menschen bereits in der Lage, Ersatzzähne aus anderen Materialien, wie Holz oder Stein herzustellen. Dabei versuchten sie die entstandene Lücke im Kieferknochen durch die Nachbildung der Zahnwurzel zu schließen. Da so gefertigte Zähne aus der Zeit um 4000 vor Christus von Archäologen gefunden wurden, wird diese Zeitepoche als der Beginn der Implantologie angesehen.

Wann kommt Implantologie zum Einsatz?

Die Implantologie hat sich im Laufe der Jahrhunderte nach und nach weiter entwickelt, wobei die Kenntnisse und Erfahrungen aus der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts als Grundlage der heutigen Implantologie gelten. Letztendlich wurde die Implantologie aber erst 1982 als Wissenschaft anerkannt. Da Zähne durch Unfälle oder Zahnerkrankungen vom Zahnarzt oft samt Zahnwurzel entfernt werden müssen, stellt sich für den Patienten die Frage, wie fehlende Zähne optimal ersetzt werden können. Sicherlich können Zahnlücken über sogenannte Brücken und Einsatz von Kronen überbrückt werden. Dafür müssen allerdings immer zwei gesunde Zähne abgeschliffen und überkront werden, um letztendlich eine Krone ohne Sitz im Kieferknochen zu befestigen. Um die gesunden Zähne aber zu erhalten, eignet sich die Implantologie hervorragend.

Ziele der Implantologie

Bevor es zur Implantation kommt, wird der Kiefer- und Mundbereich des Patienten ausgiebig untersucht. Das Zahnfleisch darf auf keinen Fall entzündet sein, ansonsten muss der Eingriff verschoben werden. Zahnimplantate können ab einem Alter von 16 – 18 Jahren eingesetzt werden, dabei sollte aber der Kiefer ausgewachsen sein. Eine Altersgrenze gibt es im Bereich der Implantologie aber nicht, sodaß auch hochbetagte ältere Menschen eine Implantation durchführen lassen können. Das Ziel der Implantologie ist es, die Zahnwurzel nachzubilden und in den Kieferknochen einzusetzen. Wenn das Implantat fest mit dem Kieferknochen verwachsen ist, kann die Krone ohne Probleme auf die künstliche Zahnwurzel aufgesetzt werden. Um Abstoßungsreaktionen des Körpers zu vermeiden, wird bei der Implantation das Material Titan verwendet. Dieses ist gut verträglich und wächst daher sehr gut und ohne Probleme in den Kieferknochen des Patienten ein. Nach Abschluß der Implantation läßt sich kein Unterschied zu den eigenen Zähnen erkennen. Die Implantologie kann als fortschrittliche Methode angesehen werden, um Zähne problemlos zu ersetzen.